It is delicious cake. You must eat it.

 


Kennt ihr diese berühmten “Oh fuck.”-momente? Diese Augenblicke im Leben eines Menschen, wo einem schlicht das Herz stehen bleibt? Wo man nur noch den dringenden Wunsch verspürt, so schnell und schmerzlos wie möglich zu sterben?

Nun, wer will, kann mir gerne Suizidratschläge in den Comments mitteilen. Was keiner machen wird. Vielleicht auch gut so.

 

Aber fangen wir von vorne an.

 

Es trifft sich, dass ich angeblich eine Schwester haben soll. Ihr wisst schon, so ein Mädchen, das von allen als Flittchen bezeichnet wird und bei dem man sich erst durch zahlreiche Bluttests vergewissern musste, dass sie tatsächlich mit einem verwandt ist. Nun, Zufall aller Zufälle, diese Schwester hat Morgen auch noch Geburtstag.

Und meine Mutter macht deshalb einen Kuchen.

 

Ich weiß, bis jetzt hat die Geschichte noch nicht besonders viel zu bieten, aber bleibt dran.

 

Nun, das ist so ein richtig fetter Geburtstagskuchen. So ein kulinarisches Meisterwerk, an dem die normale Hausfrau drei Stunden aufwärts werkelt, bevor ihn dann keiner isst und er nach zwei Wochen dem Hund zum Fraß vorgeworfen wird.
Dummerweise habe ich diesen Vorgang entscheidend beschleunigt.

 

Denn unglücklicherweise musste meine Mutter weg und hat den Kuchen zum Kühlen auf den Ofen gestellt, die Tür sicherheitshalber geschlossen, damit der Hund, im Allgemeinen eine allesfressende Bestie, nicht zuschlagen kann.

 

Naja, lange Rede kurzer Sinn:

Ich bin eben mehrere Male zwischen Küche und PC hin und hergependelt, bis ich vor gut einer Viertelstunde das letzte Mal runter bin. Und ihr wisst wohl, was mir über die Lippen kam, als ich in die Küche kam und als Allererstes den schmatzenden Hund erblickte?

Richtig.

„Oh fuck.“


Eine Viertelstunde später und eine verschlossene Tür weiter - in der Sicherheit meines Zimmers - bieten sich mir folgende Optionen:

 

1. Ich packe schnell alle meine Sachen zusammen, ziehe unter eine Brücke und nenne mich ab sofort Bud Weiser.

 

2. Ich behaupte, der Hund hätte gelernt, Türen zu öffnen. Das würde mich entlasten

3. Ich schildere den Einbruch eines Unbekannten, der sich auf den Kuchen gestürzt hätte. Das würde mich und den Hund entlasten.

 

4. Ich wende die Al Bundy-methode an: Ich gehe runter und sage einfach „Mum, ich hab’ nen Fehler gemacht, es ist mir scheißegal, mach’ mir was zu essen.“

 

Ich bin für weitere Tipps und Vorschläge offen. So lange bleibe ich in meinem Zimmer und packe.

 

 

8.9.07 20:23

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